#4 GoPro – Protune

Mit Protune lassen sich die Einstellungen nochmal verfeinern. So lässt sich das Maximum an Qualität aus der kleinen Cam herrauskitzeln. Natürlich muss man dafür wissen welche Einstellungen dafür justiert werden müssen.

Und darum soll es in diesem Beitrag gehen.
Ich zeige euch wie ich meine GoPro eingestellt habe.

ProTune

Wenn du an deiner GoPro Protune aktivisert, bekommst du fünf weitere Einstellungsmöglichkeiten.

  1. White Balance
  2. Color
  3. ISO Limit
  4. Sharpness
  5. EV Compensation

Das klingt in erster Linie nach Raketenwissenschaft, ist es aber gar nicht.
Wenn man einmal verstanden hat, was da steht, ist es „easy-going“.

White Balance

White Balance ist nichts anderes als der Weißabgleich. Vielleicht hast du ja schon mal davon gehört.
Für uns Menschen ist die Farbe Weiß ein Erfahrungswert. Wir wissen, dass ein Buch bei gelblichem Leselicht erfahrungsgemäß weiß ist.
Die Kamera versteht das leider nicht und daher gibt es feste Farbtemperaturen (in Kelvin), die der Kamera sagen in welchem Lichtverhältnis ihr gerade filmt.

Auf der GoPro Support Seite kann man folgendes nachlesen:

  • Auto (Standardeinstellung): Passt den Farbton je nach Umweltbedingungen an.
  • 6500k: Kühles Licht.  Diese Einstellung eignet sich für Aufnahmen bei bewölktem oder bedecktem Himmel.
  • 5500k: Leicht kühles Licht.  Diese Einstellung eignet sich für Außenaufnahmen bei Tageslicht.
  • 3000k: Warmes Licht. Diese Einstellung eignet sich für Aufnahmen mit geringer Lichtintensität, wenn die Kamera ohne die Hilfe von Umgebungslicht Details aufnehmen möchte.
  • Nativ: Branchenweit standardisierte und optimierte Farbe.  Mit der Option „Nativ“ erhältst du eine minimal verarbeitete Datendatei direkt vom Bildsensor, die es möglich macht, in der Nachbearbeitung präzisere Änderungen vorzunehmen. Die Aufnahme mit dieser Option schöpft die Möglichkeiten des Bildsensors voll aus.

Als blutiger Anfänger empfehle ich dir, den Weißabgleich auf Auto zu lassen. Durch die Einstellung Nativ kann man zwar das gesamte Potential des Sensors ausschöpfen, aber um ein wirklich tolles Bild zu bekommen, muss man im Video-Editor die Farbeinstellungen anpassen.
Wie auch der Support von GoPro beschreibt, macht der Automatische Weißabgleich auch meiner Meinung nach einen sehr guten Job. (Wie schon öfters darauf hingewiesen, beziehen sich meine Informationen ausschließlich auf die Hero 4 silver. Wenn du eine andere GoPro hast, dann können manche Angaben wie zB. die Einstellung Nativ abweichen.)

Wenn du noch ein bisschen weiter in die Materie eintauchen willst, dann schau mal hier rein.

Color

  • GoPro Color
    Mit dieser Einstellung aktivierst du ein von GoPro vorgefertigtes Farbprofil
  • Flat
    Durch Aktivieren von Flat erhälst du ein neutrales Farbprofil

Ich empfehle dir die Einstellung auf Flat zu stellen, denn du erhältst wesentlich mehr Farbinformationen in den dunklen und hellen Bereichen. Dazu kommt noch, dass du die Farben später im Postprogramm so korrigieren kannst, dass es zu den Clips passt, die du mit anderer Ausrüstung aufgenommen hast.

DCIM100GOPROGOPR0556.
GoPro Color

DCIM100GOPROGOPR0557.
Flat

Da ich speziell bei Urlaubsvideos zwischen meiner DSLR und der GoPro wechsle, ist die Funktion immer auf Flat gestellt.

Das ist zwar mehr Arbeit, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen.

ISO Limit

Durch den ISO hast du mehr Kontrolle bei schlechten Lichtverhältnissen.
Ein hoher ISO-Wert erzeugt ein wesentlich helleres Bild, jedoch wird es auch erheblich mehr rauschen.
Ein niedriger ISO-Wert erzeugt ein dunkleres Bild und rauscht wesentlich weniger.

Gibt es eine Möglichkeit ein helles Bild mit wenig rauschen zu erzeugen?
– Nein.

Wo kein Licht, da kein Bild.

Der GoPro Support schreibt zu den einstellbaren Werten:

  • 6400* – Helleres Video bei schwachem Licht, erhöhtes Bildrauschen. Dies entspricht der Standardeinstellung in „Protune On“ für die Versionen vor HD3.11.02.00
  • 1600 – Mäßig helles Video bei schwachem Licht, mäßiges Bildrauschen
  • 400 – Dunkleres Video bei schwachem Licht, reduziertes Bildrauschen

Hinweis: 6400 entspricht der standardmäßigen „Protune On“-Einstellung für die Versionen vor HD3.11.02.00.

Ich habe deshalb den Mittelwert genommen (1600), weil ich einen Kompromiss mit dem mäßigen Bildrauschen eingehen kann.

Ich filme sowieso nicht oft wenn’s dunkel ist, weil es einfach schlecht aussieht.

Sharpness

Das ist jetzt einfach zu erklären! 🙂
Sharpness zeigt, wie scharf dein Video ist. -Nein, es geht jetzt nicht um den Inhalt, sondern darum wie weich oder scharf dein Video gezeichnet wird.

Der GoPro Support sagt dazu folgendes:

  • Hoch* – Ultrascharfe Videos. Es wird dieselbe Schärfe angewandt, wie wenn Protune ausgeschaltet ist.
  • Mittel – Mäßig scharfe Videos
  • Niedrig – Weichere Videos, die mehr Flexibilität während der Postproduktion ermöglichen.

Hinweis: Bei Versionen der HERO3+ Black Edition vor HD3.11.02.00 war die standardmäßige und einzige Schärfe für „Protune ON“ Low (Niedrig). Die neue Standardeinstellung für die Schärfe ist „High“ (Hoch).

DCIM100GOPROGOPR0560.
hohe Schärfe

DCIM100GOPROGOPR0561.
niedrige Schärfe

Man sieht den Unterschied deutlicher an den Bäumen. Erst im Vollbildmodus wird es wirklich gut sichtbar.

Auch hier habe ich wie bei der Farbe Flat die Einstellung Niedrig gewählt. Wie oben auch schon erklärt, kann ich die gemischten Videoclips einheitlich in der Postproduktion schärfen.

EV Compensation

Was so kompliziert klingt ist die Belichtung, welche in 0,5-Schritten von +2,0 bis -2,0 eingestellt werden kann.
Hierbei gilt:

  • +2,0 hell
  • -2,0 dunkel

DCIM100GOPROGOPR0558.
+2,0

DCIM100GOPROGOPR0559.
-2,0

Meine Einstellung steht auf 0. Wenn ich die Belichtung anpassen muss, dann mach ich das im Video-Editor.

Reset

Drück drauf‘ und du darfst alles neu einstellen. -Vielleicht eine gute Übung 😉

Fazit

Soooooo! Nun sind wir auch schon am Ende der Einstellungsmöglichkeiten der GoPro angelangt.

Wie du gelesen hast, kann man da noch ganz viel einstellen. Wenn man es erst mal verstanden hat, wie die Zusammenhänge funktionieren, dann ist das kein Hexenwerk. Wichtig dabei ist, dass du dir die Cam nimmst und einfach mal ein paar Sachen ausprobierst.

Hier nochmal meine Einstellungen im Überblick:

  • White Balance: Native
  • Color: Flat
  • ISO Limit: 1600
  • Sharpness: Low
  • EV Compensation: 0

Im nächsten Beitrag werde ich euch etwas über die DSLR erzählen. Denn auch mit der kann man tolle Sachen machen. Du wirst sehen, dass sich viele Themen, Einstellungen sowie Begriffe überschneiden. Umso leichter ist es dann aber auch die Zusammenhänge zu verstehen.

Wenn du etwas nicht verstanden hast, zöger nicht und frag nach. Entweder per Email an travelsumsen@gmail.com oder als Kommentar hier unter dem Beitrag.
Bitte sag auch, wenn du Kritik zu äußern hast. Jeden konstruktiven Vorschlag nehmen wir uns zu Herzen.

Vielen Dank!


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